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23.11.2012 0 comments Events

Round Table mit Google Search Quality – SEOkomm Liveblogging

Jetzt große Fragerunde mit Uli vom Google Search Quality Team.

Disavow Tool – Warum sollte ein SEO das verwenden wollen?

Uli: Tool für sehr speziellen Anwendungsfall, die meisten SEOs Seo müssen es nicht disavowen. Nur wenn man dubioses Linkbuilding betrieben hat, oder eine Seite übernommen hat. Es ist ein Tool für Spezialfälle. Für die Links, die man nicht entfernen lassen kann. Dann einen reconsideration request stellen.

Uli: Wann sollte ein reconsideration request nach der Nutzung des Disavow Tools gestellt werden?

  • Wenn man das Disavow Tool als Reaktion auf eine Benachrichtigung verwendet sollte man den RR stellen nach dem Disavow Tool stellen, dann schaut auch jemand manuell drüber.
  • Wenn man das Tool präventiv nutzt, muss man keinen stellen.

Uli: Link wird erst abgewertet, wenn die Seite das nächste mal gecrawlt wird – die linkgebende Seite muss erst noch einmal im Crawler sein, das kann bei schwachen Seiten sehr lange dauern (Wochen + )

Uli: Funktioniert nicht ganz zu 100% („Wir sehen das als starke Empfehlung an“), um zb Fehler von Webmastern abwehren / ausbügeln zu können.

 

Frage: Welche Linkquellen sollen verwendet werden für das Disavow Tool?

Uli: Kann freu gewählt werden, WMT sind eine gute Anlaufquelle. Man sollte Listen aber immer manuell durchschauen, um keine Links zu disavowen die wertvoll sind.

Uli:  Zum Fall des Webmaster der angeblich 100% disavowd hat: vielleicht in der Zwischenzeit schlechte Links dazugekommen, oder er hätte vorher Webmaster kontaktieren sollen.

 

Frage: Warum überhaupt noch Eigentümer kontaktieren?

Uli: Dann sind sie auch für andere Suchmaschinen, für Nutzer weg.

 

Uli:  Google plant, Linkwarnungen zu verbessern. Dabei ist z.B. denkbar, exemplarische Beispiele für schlechte Links zu nennen. Dabei muss man dann aber natürlich nicht nur die Links entfernen, die da drinstehen.

 

Frage: EMD Update in Deutschland?

Uli: Meines Wissens nach erst in den USA, er war jetzt aber 2,5 Wochen im Urlaub. In der Regel sind Updates so ausgelegt, dass man sie global ausrollen kann. Dieser Algo richtet sich gegen dünne Seiten, die eigentlich nur von dem Domainnamen leben.

 

Frage: Probleme mit lokaler Zuordnung – kaum noch Rankings in Deutschland, nur noch Österreich.

Uli : Hängt ab von TLD, Serverort, Linkquellen

 

Frage: Fragender vermutet, dass er Probleme mit zu viel Werbung hat, obwohl das Adsense Team ihn ständig lobt; Wettbewerber haben weniger Werbung above the fold. Wie damit umgehen?

Marcus: Adsense will nur Umsatz steigern, Hinweise müssen nicht optimal für User Experience, Traffic sein.

Uli: Paid und Organic Search sind strikt getrennt. Adsense Kunden sollen kein Vorteil im Ranking haben. Ob die Abteilungen sich doch in der Kantine treffen, bleibt offen.

 

Frage: Warum können Scraper Traffic von hart arbeitenden Seiten klauen?

Marcus: Warum nicht verbieten / abmahnen?

Christoph: DMCA machen

Uli: Im Web wird sehr viel kopiert, normalerweise kann Google das gut zuordnen. Wenn nicht:

  • Bei klarem Spam: Spam Report
  • Andere Fälle – DMCA Report

 

Frage: Werden Plugins usw von Google für das Ranking, für Userverhalten, Verweildauer genutzt?

Uli: Google Analytics wird nicht z.B. zum Erfassen der Bounce Rate verwendet. Klicks auf der SERP werden verwendet. Wenn man nach Klick sofort zurückkommt, ist er vermutlich nicht zufrieden gewesen. Wenn er nicht zurückkommt oder später, ist das ein positives Zeichen. Dieses Userverhalten verwenden wir.

 

Frage: Was ist die Motivation hinter not provided?

Nicht durch Uli beantwortet

 

Frage: Was können wir uns vom nächsten Jahr erwarten?

Uli: Die Suchergebnisse werden immer besser. [Saal lacht]

Marcus: Facebook wird spannend – Facebook Ads usw.

 

Frage: Wie geht es mit den Akquisitionen, Google-eigenen Daten weiter?

Uli: Google will immer die beste Antwort geben. Ob die externen Seiten sind oder aus eigenen DBs kommt ist erst einmal nicht wichtig.

Marcus: Sie müssen wenigstens ein gleichwertiges Ergebnis schaffen, das ein Klick weniger weit weg ist.

 

Frage: Wenn man von Penguin betroffen ist und die löscht / disavowed die man für schlecht erachtet und dann raus aus dem Penalty kommt, ist man dann trotzdem noch irgendwo geflaggt als „es gab mal Probleme mit

Uli: Es hat keine Nachteile für eine Seite, wenn das Disavow Tool verwendet wurde.

Marcus: Nein, Google ist nicht nachtragend. Das würde negative SEO auch noch schlimmer machen.

 

Frage: Welcher Einfluss aufs Paid Search Team, wenn die die organischen Treffer immer weiter nach unten schieben?

Uli: Ist firmenpolitische Frage, kann er nichts zu sagen. Sie versuchen schon, dass User möglichst oft wiederkommen.

 

23.11.2012 0 comments Events

SEO Komplett: Ein Kundenprojekt von Anfang bis Ende – SEOkomm Liveblogging

Julian von Seokratie mit der Vorstellung von der Art und Weise, wie Agenturen allgemein um z.T. Seokratie speziell Kunden aquiriert und betreut.

Alles fängt an mit der: Kundenakquise

Mögliche Wege:

Blog

  • Empfehlung anderen Kunden, Seos, Agenturen
  • Google Retargeting (schalten keine Adwords Werbung, nur Retargeting, Kunden die über Adwords kommen sollen nicht so gut sein)
  • Sponsoring von Konferenzen usw. hilft
  • Koops mit Design oder Webagenturen, die dann die Seo Aufträge outsourcen
  • Kaltakquise auch theoretisch möglich, macht er aber nicht
  • Für Kunden bei der Akquise  gut: auf Konferenzen gehen, Know How holen und Agenturen kennenlernen

Wenn der Lead da ist: Kunden evaluieren.

Hauptpunkte zum Checken:

  • Budget (angemessen für die jeweilige Branche, nicht unter Mindestgebot gehen )
  • Durchhaltevermögen (oft 6+ Monate bis zum Erfolg. Shop muss bis dahin überlebensfähig sein)
  • Rentabilität (Kunde muss mehr verdienen als er an die Agentur zahlt – Konversion Rate, positiver ROI über Adwords)
  • USP / Brand Faktor (ist er führend im Wettbewerb? Vielleicht sogar eine Marke? Wie sind die Kundenmeinungen, Produktqualität, Reputation)
  • Dazu noch: Technik / Design der Seite (extrem alte Systeme problematisch); Konkurrenz

Dann kommt der Pitch

  • Nichts (auch nicht nur verbal) versprechen, was nicht gehalten werden kann
  • Genau erklären was man machen will (was für welches Budget liefern, konkrete Angaben helfen. USP herausstellen!, sowas wie Anzahl der Links je Monat, eventuell nach Typ, in den Vertrag schreiben, so konvertiert das Angebot oft besser)
  • Sagen was man nicht machen will (z.B. keine Designarbeiten / Programmierung)
  • Betonen dass Erfolge nicht nach kurzer Zeit kommen werden (mehrfach, betonen)
  • Mehrere Auswahlmöglichkeiten bieten (verschiedene Preisbereiche zur Auswahl)
  • Warte + hoffe (Eventuell nachfragen)

Der Vertrag

Rechtliche Dinge zu beachten, dafür gab es eine Extrasession – allgemein auch die SEO Agentur absichern.

  • Von einem fachkundigen Anwalt machen lassen.
  • Für Kunden interessant: Was passiert mit den Links nach Vertragsende?
  • Wie sind die Kündigungsfristen? Für beide Seiten tendenziell eher kurz, 1-3 Monate

Onpage

  • Nach Vertragsanfang: Was sind die wichtigsten Keywords für die Kunden?
  • Daten aus Google Analytics / Andere Systeme, nach Möglichkeit auch Conversionzahlen
  • Erstellen immer PDFs für Onpage Optimierungen. Besser als Meeting allein. Sie priorisieren alle Optimierungsvorschläge – Sterne (1-5 Aufwand, auch anzeige vermutlicher Impact)
  • Jeder Punkt: Problem erklärt, Begründen warum es gemacht werden soll, und dazu noch Beispiele. Wenn erledigt dann noch einmal im monatlichen PDF als erledigt, dann raus.

Reporting

  • Statistiken: Sichtbarkeitsindex oder Visibility Index; SERP Verteilung, Rankings der Konkurrenten
  • Alle aufgebauten Links (mit URL, Linktext, Linkziel). Nach seiner Erfahrung sind Agenturen Schrott, die nicht alle Links anzeigen.
  • Traffic ohne Brand-Suchen

Kundenbeziehung

  • Es geht darum den Kunden glücklich zu machen – Erreichbarkeit 1 Telko / Woche. Zufriedenheit abfragen, Wünsche, Qualitätseinschätzungen, Firmennews.
  • News aus der SEO Szene (-> Langfristiges Interesse des Kunden, Entmystifizierung des Themas)

Meetings

  • Programmierer / Redakteure haben euch nicht gebucht, man muss sich in sie reinversetzen – immer Gründe nennen.
  • Nicht: „Weil es gut für Google ist“, sondern ausführlicher

Kündigungen

Sind in der Regel überraschend.

Mögliche Gründe:

  • Unzufriedenheit mit der Agentur
  • Negativer ROI – rechnet sich nicht (Qualität / Konversion/ Shopeignung allgemein)
  • Technik/Produkte veraltet
  • Optimierungsvorschläge nicht umgesetzt
  • Wechsel des verantwortlichen Mitarbeiters
  • Platz 1 erreicht

Top 5 Tipps:

  • Overperform ( mehr machen als im Vertrag steht, zB 30 Links statt 25 liefern)
  • SEO machen, aber das Unternehmen beraten (eventuell auch Conversion , Usability Hinweise)
  • Seid immer ehrlich!
  • Seid immer zu 100% transparent (Stories hinter den Links)
  • Bleibt auf dem Laufenden – SEO News immer vor dem Kunden, bei allen Mitarbeitern die mit Kunden zusammenarbeiten.
23.11.2012 0 comments Events

SEO Skalierung – SEOkomm Liveblogging

Anmoderiert vom Marcell kommen jetzt Dominik und Benedikt von Trust Agents mit ihrem Vortrag “SEO Skalierung – Von 0 auf 100 in Rekordtempo”. Die beiden arbeiteten lange Jahre bei  Rocket Internet und mit großen Erfolge mit skaliertem SEO und betreiben jetzt ihre eigene SEO Consulting Schmiede in Berlin.

Erste Fragen die bei jedem neuen Projekt beantwortet wurden:

  • Macht SEO für das Projekt Sinn? (Theoretisch auch nur Social/Mobile Projekte möglich, die dann natürlich kaum SEO brauchen)
  • Was wird intern, was extern abgebildet?
  • SEO Budget bestimmen (abhängig vom Wettbewerb), HR Prozesse (Seos finden, Stellenausschreibungen), Verantwortlichkeiten definieren
  • Onsite + offpage Maßnahmen gleichzeitig starten

SEO Knowledge im Unternehmen analysieren:

  • gibt es schon fähige Leute im Unternehmen, wenn ja wie kann man sie fördern?
  • Sonst als Zwischenlösung externe Berater (bei Rocket früher dann oft Andre und Dominik), die dann aber auch nach Inhouse Findung eine externe Sichtweise bieten und schulen, fördern

Budgetaufteilung: grob 1/3 , 1/3 , 1/3 – Beratungsdienstleistungen (auch Tools) , Offpage, Onpage

Onsite/Onpage – Was muss gemacht werden?

  • Informationsstruktur mit Produktmanagemet planen
  • Keyword Recherche durchführen
  • Content/Texterstellung planen
  • Intern (geeignete Autoren finden, zB aus Inkubator Umfeld)
  • Auslagern (verschiedene Dienstleister/Autoren, sonst wäre es nicht skalierbar)

Offpage – Was muss gemacht werden?

  • Monatsziele festlegen (Verlinkungen / Kooperationen)
  • Qualitätsvorgaben angeben
  • Social Bookmakts, Artikelverzeichnisse ect vermeiden
  • Wichtig: Themenrelevanz und Traffic, bei Kooperationen sicherstellen dass es Potential für Traffic gibt
  • PR/Marketing mit einschließen (Maßnahmen verbinden, ständig schulen, nicht nur auf SEO konzentrieren! )
  • Auch Social Media verwenden, dh Seeding über Facebook usw
  • Abwägungen Aggressivität vs Kontinuität (Gefahren, Filter) – grade bei aggressiven Startups gibt es die Gefahr von (Keyword) Filter, um das zu vermeiden of Budget über mehrere Monate aufgeteilt

Planung internes Linkbuilding

  • Wie viele Linkbuilder werden benötigt? (abhängig von Zielen, Wettbewerbern, Schwierigkeit – KFZ einfacher, Finanzen schwerer)
  • Praktikanten. Werkstudenten und Trainees (Kosten – günstig aber anlernen notwendig, Struktur muss passen)
  • Wer leitet das Team? (Erfahrung, Know How, in der Regel eine andere Person als der Head of SEO, damit der nicht der Ansprechpartner für alle Linkbuilder ist. Der Teamlead federt anfragen ab und sollte früh identifiziert und gefördert werden.)
  • Mitarbeiter schulen (essentiell, immer sagen welche links grade gut, aktuell halten – anfragen , Kontaktpflege, Kreativität- externe Berater schulen den Head of SEO oder den offpage Teamleader, der gibt das dann weiter)
  • Qualitätskontrolle (monatlich reviewen, durch Head of SEO oder offpage verantwortlichen)

Externes Linkbuilding

  • Qualitätsvorgaben definieren (genau angeben, richtig detailliert, fiktives Beispiel: müssen PR haben, Sichtbarkeit 0,1, Alexa unter 250k, muss im Index sein .. muss sehr genau gemacht werden)
  • Dienstleister variieren, verschiedene nutzen (nicht auf ein Netzwerk oder nur einen Seitentyp – z.B. Expired Domains)
  • Linkbaits+ Seeding detailliert betreuen
  • Transparenz ist notwendig – möglichst viel sehen, wo aufgebaut? Wie aufgebaut? 100% Transparenz sollte Ziel sein

KPIs zur Erfolgsmessung

  • Rankings
  • Visibility / Sichtbarkeit
  • Domainpopularität
  • Non-Brand Traffic (TV Werbung usw nicht in SEO rechnen)
  • Sales / Umsatz

Tools – geeignete Fertigprodukte?

  • Für Ranking / Positionschecks. Backlink Analysen, Mitbewerber Analysen,  Onsite Analysen sinnvoll
  • Ermöglichen gutes Monitoring + Vergleich, solide Datenqualität. Problem: Kein Tool deckt alles ab, dadurch z.T. hohe Kosten

Managementtools: Linkbird, Raven, Linkbutler -> wichtig für die Skalierung, Prozessoptimierung, Kontrolle.  Diese Tools bringen effektiveres Arbeiten. Nachteile:  Prozesse müssen aber eventuell an die Tools angepasst werden

Lösung individuelle Lösungen?

  • Bestehende Prozesse nachbauen, die dann optimieren / automatisieren.
  • Man hat verbesserte Analysemöglichkeiten und kann Mitarbeiter unterstützen, monitoren, anspornen.
  • Daten von extern über APIs holen, man kann zB auch interne Texterstellung steuern, eigene KPIs definieren und kontrollieren.

Auch mit Finanzierung muss man kreativ sein und gute Lösungen finden. Bei Rocket im gesamten Startup Universum arbeiten viele Leute an SEO. Das funktioniert nur, wenn man Prozesse aktuell und straff hält, und ständig die Qualität monitort.

Nachtrag: Die Slides gibt es hier am Ende des Trust Agent Recaps.

23.11.2012 0 comments Events

Social SEO – die Evolution von SEO – SEOkomm Liveblogging

Marcus Tober redet jetzt über die Social Studien von searchmetrics allgemein und die Ranking Faktoren in Österreich.

Zuerst zu den Ranking Faktoren in Österreich + im Vergleich mit Deutschland. Dafür wurden 300.000 URLs analysiert die in den Top 30 für 10.000 Keywords gerankt haben, und Millionen (bzw zT. Milliarden)  Links, Likes, Tweets, Plusones und Pins.

Letztes Jahr waren Links und Facebook Shares in Österreich die top korrelierten Faktoren, im Vergleich zu diesem Jahr verhalten sich die Faktoren wie folgt:

Veränderungen Österreich

Unter dem Strich ist die Korrelation für die Anzahl Backlinks wesentlich höher, was im Gegensatz zu der Korrlationsentwicklung in den USA steht wo die Anzahl der Backlinks nach den Daten von searchmetrics weniger stark korreliert. Ebenso zugenommen hat die Korrelation der Backlinks mit Keyword in der URL – anscheinend ist der Algo in Österreich noch sehr linklastig. Facebook Metriken haben geringere Werte, dafür Tweets wesentlich stärker.

Keyworddomains sind in Österreich weiterhin stark – hier ist der Vergleich mit Deutschland spannend, denn dort ist die Korellation stark zurück gegangen:

EMD Österreich vs Deutschland

 

Social Buttons-Verwendung

Searchmetrics hat auch die Häufigkeit der Verwendung von Social Buttons auf Seiten in Österreich, Deutschland und den USA untersucht, dort ergaben sich die folgenden Zahlen:

Österreich Deutschland USA
Facebook 24,19% 25,10% 26,50%
Twitter 12,10% 12,80% 12,60%
Google+ 14,40% 14,60% 12,90%
Pinterest 0,60% 0,50% 2,60%

 

Speziell nochmal zur Rankingrelevanz von Social Signals wiederholt Marcus das, was er schon seit einiger Zeit sagt: „Das bedeutet, dass Social Signals zu den Ranking Faktoren gehören“

In Russland waren Links unglaublich stark korreliert.

Wichtig laut ihm für das Ranking:

  • CTR
  • Traffic
  • Verweildauer
  • SERP Bounce Rate

Links bleiben SEO-Gold, aber höherer Anspruch seitens Google – man muss beachten:

  • Verlinken mit Brand-Name
  • Wenige harte links
  • Keine schlechten Links, ,Links mit offensichtlochen Muster
  • Offensichtliche Blognetzwerke
  • Automatische Linktauschsysteme

Jetzt kommt der interessante Teil – Social. Und Marcus glaubt definitiv daran, dass Social Signals relevant fürs Ranking sind.

Zuerst eine Aussage aus einem Google Plus Hangout mit Matt Cutts: Er meint, dass es nicht „wirklich einen direkten“ Effekt gibt – Tober sagt das ist „Scheisse“ und glaubt dies nicht.

Searchmetrics hat im Social- Bereich Tests vollzogen: Es wurden Artikel auf Searchmetrics.com eingestellt, aber nicht intern verlinkt, keine Pings usw. abgegeben. Dabei ergab sich:

  • Ein paar Wochen wurden die Artikel erstmal nur angesurft über Chrome : Google Chrome „sieht“ Traffic, aber Artikel werden nicht indexiert
  • Google + führt zur sofortigen Indexierung, als die angegeben wurden waren die Artikel dann im Index
  • Facebook führte mit vielen Shares schon zur Indexierung, nur wesentlich später als Google Plus
  • Pinterest und Twitter haben nicht (oder zumindest nicht verlässlich) zur Indexierung geführt.

 

Dann folgte ein zweites Experiment: Artikel über Obama und Romney, die ebenfalls nicht verlinkt oder gepingt wurden.

  • Nach 2-3 Tagen: Artikel nur auf Facebook geshared, es ergaben sich bist zu dem Zeitpunkt 100-250 Shares. Es gab noch keine Rankings – Rankings wurden täglich mit der Suite erfasst, auch am 4. Tag noch keine Rankings.
  • Tag 6-8 –Romney-Artikel auf einmal indexiert, mit weniger Shares. Die Menge der Shares ist eventuell irrelevant, vielleicht Effekt von öffentlichen Profilen, Traffic oder vielleicht doch ein indirekter Weg zu Facebook Daten für Google.
  • Tag 8 – Artikel wurden umgeschrieben und unter neuen URLs bei Google mit Plus Ones versehen.
  • Tag 10 – Google + Artikel ranken (ein paar Tage alt), und ranken vor den Artikel die nur Facebook Signale erhalten haben – mit 3 Plusones.
  • Weitergeführt bis Tag 23, kaum Veränderungen:  Google + hatte 44/48 Rankings , war sofort indexiert.

Nächstes großes Thema: Authorship.

Insgesamt gesehen sind Autor – Integrationen rückgängig im österreichischen Index, von 27% auf 17% von Juli auf Oktober (Keywords mit mindestens  einer Autorenintegration)

In den österreichischen Searchmetrics Daten gibt es 400.000 URLs mit Authorship Markup, 4000 Autoren,und  ca 1000 Ranken auf der ersten Seite

Authorship scheint aber noch sehr an einer Domain zu hängen: nur 4 der Top 20 Autoren schreiben für mehr als eine Domain.

51 von 922 Autoren schrieben für mehr als eine Seite. About.com hat 43 Autoren , die scheinen das zu forcieren.

Laut Marcus ist momentan das Markup eigentlich nur ein Rich Snippet – bis zu Author Rank ist es noch ein langer Weg.

Interessante Statistik zum Ende: URLs mit Autorenintegration ranken durchschnittlich auf Platz 21,3 – URLs mit Autoren auf 17,4.

23.11.2012 2 comments Events

SEO + Usability – SEOkomm Liveblogging

Für Liveblogging eine entspannende Session – denn die gesamte Präsentation ist schon online, bei http://www.fauldrath.net/seo-usability-seokomm-2012 .

Jens Fauldrath und Hendrik Terbeck reden über die Gemeinsamkeiten von Usability und SEO – aus ihrer Sicht überwiegen die Gemeinsamkeiten bei weitem.

Die Präsentation ist sehr “nachlese-kompatibel” – auf den Folien kann man sehr schön nachlesen, was hier auf der Konferenz gesagt wird. Man könnte fast sagen, dass sie Usability-optimiert ist 😛

Trotzdem noch ein paar Stichpunkte:

– Hendrik hat eine Bachelorarbeit zum Nutzerverhalten auf Google Ergebnisseiten erarbeitet(sehr interessant!), und versucht am Anfang Google-Updates in den Zusammenhang mit Usability Heuristiken zu bringen.

– In seiner Studie wurde z.B. das Vince / Brand Update gerechtfertigt, weil Probanden einfach auf thematisch unpassende Amazon Seiten geklickt haben, die dadurch trotz schlechter Position CTRs von 50%+ hatten.

– SEO ist Pull Kanal, orientierung am Nutzer, richtiges Wording verwenden!

– Viele Seiten haben nur technische Daten z.B. zu Notebooks – das ist wie als ob der Verkäufer bei Mediamarkt nur die technischen Daten vorlesen würde. Texte und Inhalte sind das Online Verkaufspersonal, und das kostet nun einmal Geld. Linkbuilding-Budget ist online nicht die Antwort, laut Jens ist das einfach “Scheiße”

Den Rest gibt es in der Präsention direkt online, viel Spaß damit ->

 

 

 

 

23.11.2012 0 comments Events

Vom Projektierer zum Unternehmer – SEOkomm Liveblogging

Niels Doerje – Partner bei TDP – mit seinem Vortrag über Entrepreneurship.

SEOs sind laut ihm gute Unternehmer, weil sie viele Qualitäten haben die eigentlich Gründer helfen können. Problem ist oft dass die Ideen da sind, aber selten kommt es auch auf die Straße.

SEOs sind technology driven – und nicht Sales, wie es oft beim SEA ist. SEOs sind auch leidenschaftlich dabei, schreiben mitten in der Nacht SEO Fragen, das macht sonst keiner.

Unterschied zwischen Leader und Manager – Manager haben Sicherheitsdenken. Leader machen Fehler, denn nur so kommt man weiter.

Projekte von SEOs: C-Date , Agenturen, SEO-Toolfirmen, Spotify, findthebest.com, ebüro, Shoplove

Erfolgsfaktoren sind laut ihm immer:

–        Erfindungen,

–        neue Technologien

–        oder Marktforschungen

Beispiel: Mobile Web, dadurch neuer Bereich aufgemacht.

Was muss die Idee können: tendenziell wenig Kapitalbedarf, Marktdifferenzierung muss geschaffen werden, Vorsprung vor klonen, Nachhaltigkeit

Checkliste für deine Idee:

–        Veränderst du den Markt nachhaltig?

–        Wie schnell ist die Idee zu kopieren?

–        Machen Google, Amazon oder Apple ähnliche Dinge?

–        Stehst du 100% hinter der Idee?

–        Hast du bock daran 5- 8 Jahre zu arbeiten?

Wenn das passt: geht es entweder schief, oder es ist ein voller Erfolg. Es gibt keine Garantie.

Ideen müssen reifen (2-2,5 Jahre bis man wirklich weiß ob es klappt, in der Regel ist es so online) … oder man klont.

Wenn die Idee da ist, braucht man den Proof of Concept/ Akzeptanz am Markt und durch die Kunden. Und zwar durch:

–        Bei SEOs wird er oft durch probieren an kleineren Projekten gemacht

–        Persönlichen Instinkt

–        Experten Interviews

–        Live Beta Phase, wenn das Geld dafür da ist.

–        Kunden Bewertungen in der Beta Phase

Bei Holiday Insider, einer Unternehmung von TDP, haben sie das folgende gemacht:  Am Ende der Bestellung haben sie einfach alle Kunden gefragt was sie denken – mit wordle kam dabei unter dem Strich „einfach, gut, zufrieden“ raus, es hat mit den eigenen Vorstellungen übereingestimmt.

Spätestens dann: Business Plan schreiben. Erst danach kommen die Investoren.

Beim Business Plan extrem sensibel: Man muss aufpassen, dass VCs  die die Idee kennen einem selbst sehr gefährlich werden können. Am Anfang unterschreiben VS NIE NDAs, sodass sie die Idee sofort woanders umsetzen können. Wenn die VCs eigene Teams haben können sie das einfach selbst nachbauen, man muss wirklich den VS vertrauen wenn man mit ihn reden will.

Jetzt Teil des Vortrages : Gründung und Unternehmensgestaltung:

Vorteile von SEO gründungen, die man sich+ VCs bewusst machen muss sind in der Regel:

–        Geringes Investment

–        Kosten sind cost of sales

–        Hoch effizient

–        Länderübergreifend

–        Virtuelles arbeiten

Was macht ihr jetzt:

A – solange machen bis es schief geht (update oder so) – bei SEOs sehr beliebt

B – eigene Gesellschaft gründen, dafür Checklist:

–        Mit wem? Teamkomposition muss stimmen. Ergänzende Skills sind wichtig! Nicht mit „identischen“ Skills

–        Man sollte einen analytischen Prozess durchlaufen, dh self assesment ist key. Kann man Finanzen und Controlling o.Ä.?

–        Team muss sich dann permanent weiterentwickelt.

Checklist Gründung 2: Anteile – wer bekommt was? Wirklich gut durchdenken, mit den Leuten muss man langfristig auskommen.

Checklist Gründung 3:vFokussierung auf klare Strategie, eine Vision muss festgelegt werden.

Haben sie bei Holiday Insider gemacht – „Es ist alles hier“ – so haben sie sich fokussiert, in einem Brand Workshop ist das entstanden, und das hat sie wirklich weiter gebracht. Sie dachten, dass viele gar nicht wissen dass Deutschland und Österreich / Schweiz auch gute Ziele sind und da ein großes Potential in der Reisebranche liegt, und dass musste erst festgelegt werden, dann zogen alle an einem Strang.

Finanzierung

–        Best Case: Durch Cash Flow

–        Baut ein Business und keine Exit Strategie – Auf „Ich verkaufe nächstes Jahr“ sollte man verzichten, das funktioniert extrem selten

–        Denks Groß – Pläne immer groß machen, nur 20% der Investments (Early Stage) zahlen den IF zurück. Man muss immer in großen Märkten denken, damit man Funding bekommt, man muss Chance auf großen Erfolg haben.

–        M+A Boutiquen in DACH – helfen bei Suche nach Geldgebern, kennen sich gut aus. CFP, GP Bullhound, sind gut. Andere wollen gerne eine Flat Fee – dh monatliches Geld dafür, dass sie suchen. Besser ist dass man % abgibt, wenn man Investoren gefunden hat.

–        Die arbeiten z.T. mit Optionen, dh für was würden Strategen in 1-2 Jahren zahlen?

–        Venture Capital, Problem Ideenklau.

Wieso scheitern dann doch so viele Companies? Was ist es?

–        Technologie?

–        Execution?

–        Markt Timing?

Analyse von VC: Es liegt an der Execution, an den Prozessen in der Firma. Besonders schlecht sind da Berater, die dann man eine Firma führen müssen.

Als Unternehmer sollte man haben:

–        Enthusiasmus

–        Analytische Fähigkeiten

–        Führungsqualitaten

Fragen:

Wie Rechtssicherheit? Eigentlich muss man einen im Team haben, der darauf immer achtet. Macht Niels z.B. bei TDP.

Wann online gehen? Größter Fehler in Deutschland: alles muss perfekt sein wenn es online geht. Das genau soll man nicht machen, sondern erstmal online gehen, dann kommen ultra wertvolle Learnings

Was ist das schwerste? Wenn man vor der Insolvenz steht. Mitarbeiter bremsen, damit sie nicht ausbrennen.

23.11.2012 0 comments Events

Keynote – SEOkomm Liveblogging

Marcus Tandler heizt den Besuchern gleich 400 Slides in 40 min – eine lustige Präsentationstechnik, bei der alle 1-2 Sekunden neue Folien eingeblendet werden.

Links sind laut Marcus immer noch ein Problem. Hidden text etc. schon lange bekämpft, versucht mit nofollow linkspam zu bekämpfen, hat nicht sonderlich gut funktioniert, dann Penguin-Update. Penguin auch gegen große Brands, die werden aber noch gebraucht.  Z.b. per reconsideraton request bekommt gute Infos zur Identifikation von gekauften Links, die dann wieder Grundlage für neue Updates sein können.

Disavow Tool hätte er nicht erwartet, weil Google damit zugibt dass negatives SEO möglich ist und kleine Webmaster dabei überfordert sein werden. Google verhindert die Überforderung zu verhindern, indem viele Warnhinweise angezeigt werden, und eine allgemein schlechte Usability. Unter dem Strich werden das eigentlich nur Leute nutzen, die wissen was sie machen und vor allem wissen was sie gemacht haben. Es ist quasi der Spam Report 2.0 – nicht mehr Andere anzeigen, sondern Selbstanzeige.

Penguin: sein Beispiel für ein „recovery“ ist check24

  • Ist eine Marke, marken sollen eigentlich genutzt werden um den „Sumpf“ im SEO-Bereich trocken zu legen
  • Da war der Fehler, dass der Brand eigentlich kaum im Linkprofil war

Was ist die Lösung? Wie geht es weiter? Content Marketing!

Tandler.Doerje.Partner hat einen Testcase aufgesetzt

Eigene Domain :Wofam.de (world of finance and money) . Haben einen Ratgeber zum Jahreswechsel gemacht, der per Infografik verbreitet wurde und es gab:

  • 1000 Linkes, viele Links, -> schnell gute Rankings … aber ein paar Wochen wieder weg.
  • Was lernt man daraus? Viele „Content Flights“ nacheinander, kontinuierlich geht es dann langsam nach oben, zeigt er an der Visibility eines Kunden.
  • Warum klappt es trotzdem bei vielen nicht? Weil es nicht gut gemacht wird!
  • Research/ Vorbereitung: Er empfiehlt den Social Visibilty Report von Searchmetrics, da kann man nach Plattform untersuchen, was auf welchen Seiten funktioniert
  • Seeding: Linkerati finden z.B. über Followerwonk

Und schon sind wir nach über 30 Folien bei … den Autoren und Author Rank.

Google hat das Problem, dass sie kein Social Network sondern ein Social Layer über alle ihre Produkte sind. Für Google gibt es kein zurück von Google Plus und der sozialen Suche, auch weil die Nutzer das mittlerweile erwarten.  SEOs müssen sich anpassen.

Wie untersucht Google ob ich ein guter Autor bin?

  • Interaktion untersuchen mit den Seiten des Authors, Klickstatisitken (Trivial bei bit.ty). Herausforderung ist, dass google herausfinden muss wer klickt und wer shared. Sie können es versuchen, ist aber nicht einfach.

Google wird Links nicht durch Social Signals ersetzen, weil es nicht geht: Wäre erst einmal genauso einfach zu manipulieren.

Google versucht es aber da einzubauen wo es Sinn macht, z.B. untersuchen welche Autoren in welchen Bereichen (da legt Marcus besonders wert drauf) gute Inhalte schreiben und teilen.

Deshalb denkt Marcus auch nicht, dass Google Facebook-Daten verwendet – denn das sind nur Metriken, nur mit dem Social Graph dahinter

Die Kategorisierung nach Themen funktioniert schon hin und wieder – siehe Klout, siehe Linkedin.

Es wird sicher kommen, dass man aktiv bzw. Experte in seiner Branche sein muss, um auch einflussreich in der Suche zu sein –> eine Meinung haben! Diskussionen anregen!

Author Integration verbessert CTR – jeder sollte mitmachen, auch die die nicht wollen, weil es so viel bringt!

Das ganze könnte aber noch weiter gehen – es gibt ein Patent von Google von 2004, das Links nach User Behavior werten will – dh Links im Footer , Sidebar, Widgets könnten weniger wert sein. Links im Content bringen einfach mehr … solange es kein SEO Blogpost ist, mit  1 Link auf Kunden und 1 Link auf wikipedia.

Das ist aber von 2004, wie könnte es jetzt sein? Traffic könnte laut ihm der Schlüssel sein – Chrome hat 32% Marktanteil. Über die Toolbar, Analytics, Adsense, Doubleclick hat Google extrem viele Daten. Laut einer Statistik haben mittlerweile 75% der Top 1 Mio Seiten einen Google Code auf ihrer Seite.

Google übergibt vielleicht auch nicht Referrerinformationen, weil sie wiederum wissen dass Facebook viele Integrationen hat und selber sehen könnte was Leute machen, um damit eine eigene Suche zu bauen. Laut Searchmetrics haben in den USA 30+% der Seiten einen Facebook Code.

Praxisbeispiel: „Scary Data“ von seinem Blog

  • Google bekommt sehr gute Nutzungsdaten.
  • Über Suche Abbruch/ Änderungen kann Google sehen, ob Nutzererwartungen befriedigt wurden. Daraus entstehen Muster, die Google analysieren kann.

Diese Informationen kann Google natürlich nutzen, um das beste Ergebnis für die User zu zeigen – und nicht unbedingt das, was das beste SEO macht. Dafür könnten dann Links stärker gewertet werden, die auch wirklich geklickt werden.

Beispiel Buchkauf: Traffic ist sehr schwer manipulierbar, somit wird auch immer Amazon für Bücher zu finden sein. Selbst über Mechanical Turk und Proxies ist es sehr schwer zu faken – denn man kennt das normaler Verhalten bei Keywords nicht (Suchvolumen, klickverhalten, Scrollverhalten …)

Google testet auch viel mit Webseiten – sieht man in den Webmastertools, CTR auf vielen verschiedenen Positionen wird angezeigt. Wenn man sich nach oben spammt, sieht so eine Grafik dann vielleicht nicht normal auch.

Wie kann man es faken? Man muss es nicht faken! CTR durch Rich Snippets erhöhen, guten Content schreiben -> schon ist man besser dran!

Am Ende lösen die SEOs wirklich die Probleme der Nutzer, angetrieben durch das Traffic-Verhalten – genau das will Google und genau das ist laut Marcus die Zukunft!